JUL Bistro, Cafe & Event
Eine Referenz aus der Praxis: Ziel, Herausforderung und das Ergebnis – Schritt für Schritt.
Eine Referenz aus der Praxis: Ziel, Herausforderung und das Ergebnis – Schritt für Schritt.
Das JUL in Mühlhausen an der Sulz ist Bistro, Cafe und Veranstaltungsort in einem Haus. Die alte Seite lief auf einem Baukasten, zeigte die Karte als PDF zum Herunterladen und kannte keine Reservierung.
Ich habe die Seite von Grund auf neu gebaut: eigenes Design, Speisekarte in der Website, Eventkalender, Blog und eine Tischanfrage, die die Öffnungszeiten kennt. Die Inhaber pflegen alles selbst.
Wer einen Tisch wollte, musste anrufen. Zu den Zeiten, in denen Gäste daran denken, steht das Team im Service oder das Haus ist zu.
Tischanfrage rund um die Uhr, ohne Telefon. Gäste denken abends um halb elf an den Sonntagsbrunch, nicht während der Öffnungszeiten. Auf der Reservierungsseite wählen sie Datum, Uhrzeit und Personenzahl. Der Kalender gibt dabei nur Tage frei, an denen das JUL wirklich geöffnet hat: Ruhetage sind gesperrt, der Betriebsurlaub ebenso. Die Uhrzeiten kommen aus den Öffnungszeiten genau dieses Wochentags, inklusive Mittagspause, und enden eine halbe Stunde vor Betriebsschluss. Für den laufenden Tag gilt zwei Stunden Vorlauf, kurzfristiger geht es weiter per Anruf.
Damit landet keine Anfrage für einen Montag im Posteingang, an dem geschlossen ist. Jede Anfrage prüft der Server noch einmal gegen die Öffnungszeiten, auch wenn im Browser kein JavaScript läuft. Die Reservierung erscheint im Backend als Posteingang und im Kalender, mit Bestätigen, Ablehnen oder Alternativtermin vorschlagen. Der Gast bekommt sofort eine Eingangsbestätigung im Design des Hauses.
Speisekarte ohne Umweg. Gerichte, Kategorien, Preise und Allergene pflegen die Inhaber im Backend, die Änderung steht sofort online. Ein Gericht, das als vegan, scharf oder hausgemacht markiert ist, bekommt sein Etikett von allein. Angebote laufen mit Streichpreis und Gültigkeitsdatum und verschwinden nach Ablauf ohne weiteres Zutun.
Veranstaltungen und Blog. Der Eventkalender beherrscht Serientermine und kennzeichnet ausgebuchte Abende. Der Blog ersetzt die Zettel am Eingang.
Das Design habe ich ohne fertiges Framework gebaut. Warme Terracotta-Töne, eine Serifenschrift für die Überschriften, alle Schriften auf dem eigenen Server. Es gibt keine Tracking-Cookies, und die Karte von Google Maps lädt erst, wenn der Gast sie anfordert.
Die Karte ändert sich im Backend, nicht mehr im Dateimanager. Gäste sehen am Handy, ob gerade geöffnet ist, was heute auf der Karte steht und welcher Abend als nächstes ansteht.
Tischanfragen kommen nachts und am Ruhetag herein, ohne dass jemand ans Telefon muss. Sie stehen morgens gesammelt im Posteingang statt auf einem Zettel neben der Kasse. Für die Reservierung zahlt das JUL keine monatliche Gebühr an einen Anbieter, sie gehört zur eigenen Website.
Aus einer Baukastenseite mit PDF-Anhang ist eine Website geworden, die den Betrieb abbildet statt ihn zu beschreiben.
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