Sie haben Ihr Gewerbe angemeldet, die ersten Kunden stehen bereit, und jetzt soll die Website schnell online gehen. Genau in dieser Eile passiert der Fehler, den ich am häufigsten sehe: Die Seite geht live, ohne dass die rechtlichen Pflichtangaben vollständig oder korrekt sind. Das kann teuer werden, meist über Abmahnungen von Wettbewerbern oder spezialisierten Kanzleien.
Hier die wichtigsten Punkte, bevor Ihre Seite live geht.
Das Impressum
Jede geschäftlich genutzte Website in Deutschland braucht ein Impressum, unabhängig davon, wie klein das Unternehmen ist. Hinein gehören mindestens:
- Vollständiger Name und ladungsfähige Anschrift
- Kontaktmöglichkeit, in der Regel E-Mail und Telefonnummer
- Bei Gewerbebetrieben: Handelsregisternummer, falls vorhanden, sonst die Gewerbeanmeldung
- Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, falls vorhanden
Das Impressum muss von jeder Seite aus mit maximal zwei Klicks erreichbar sein, üblicherweise über einen Link im Footer.
Der Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung
Nutzen Sie die Kleinunternehmerregelung nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz, gehört ein entsprechender Hinweis auf jede Rechnung, aber auch sinnvollerweise dorthin, wo Sie Preise auf der Website nennen. Üblich ist eine Formulierung wie "Gemäß Paragraf 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet". Das schafft Klarheit für Kunden, die sich sonst fragen, warum kein Umsatzsteuerbetrag ausgewiesen ist.
Die Datenschutzerklärung
Sobald Ihre Website Daten verarbeitet, und das beginnt bereits mit einem simplen Kontaktformular oder einem eingebundenen Google-Maps-Element, brauchen Sie eine Datenschutzerklärung nach den Vorgaben der DSGVO. Sie muss unter anderem erklären, welche Daten erhoben werden, wozu, wie lange gespeichert wird und an wen sie gegebenenfalls weitergegeben werden.
Cookie-Hinweise, wenn nötig
Setzen Sie nicht technisch notwendige Cookies ein, etwa für Analyse-Tools oder Marketing-Pixel, brauchen Sie eine Einwilligung der Besucher, bevor diese Cookies gesetzt werden. Wer von Anfang an auf ein datensparsames System setzt, das ohne solche Cookies auskommt, spart sich diesen Aufwand vollständig.
Was oft vergessen wird: Bildrechte
Gerade am Anfang greifen viele Gründer zu Bildern aus einer schnellen Google-Suche. Das ist eines der häufigsten und teuersten rechtlichen Probleme, die ich bei neuen Websites sehe. Nutzen Sie nur Bilder, für die Sie eine Lizenz haben, sei es aus einer Bilddatenbank mit passender Lizenz oder eigene Fotos.
Was das für Ihren Start bedeutet
Keiner dieser Punkte ist kompliziert, wenn er von Anfang an mitgedacht wird. Teuer wird es nur, wenn er vergessen wird und im Nachhinein korrigiert werden muss, während Ihre Website bereits live ist und im schlimmsten Fall schon eine Abmahnung im Briefkasten liegt.
Bei den pixBrand-Paketen sind Impressum, Datenschutzerklärung und die korrekte Darstellung der Kleinunternehmerregelung von Anfang an Teil der technischen Einrichtung, nicht ein Punkt, den Sie selbst nachträglich lösen müssen.