Wenn ich bestehende Handwerker-Websites für einen Website-Check durchgehe, wiederholen sich dieselben Probleme immer wieder. Keiner davon ist offensichtlich, solange man nicht gezielt danach sucht. Hier sind die fünf, die mir am häufigsten begegnen.
Fehler 1: Die Website lädt zu langsam
Über 40 Prozent der Besucher verlassen eine Seite, wenn sie länger als drei Sekunden zum Laden braucht. Bei Handwerker-Websites liegt das meist an zu großen, unkomprimierten Bildern von Referenzprojekten. Die Lösung ist einfach, nur wird sie fast nie umgesetzt: Bilder vor dem Hochladen komprimieren oder ein System nutzen, das das automatisch übernimmt.
Fehler 2: Keine mobile Ansicht mitgedacht
Viele ältere Handwerker-Websites wurden ursprünglich für den Desktop gebaut und später notdürftig für Handys angepasst. Das Ergebnis: winzige Buttons, Text, den man zoomen muss, Formulare, die sich kaum ausfüllen lassen. Über die Hälfte der Besucher kommt heute über das Smartphone. Wenn die Seite dort schlecht funktioniert, verlieren Sie die Mehrheit Ihrer potenziellen Kunden, bevor sie überhaupt Ihre Leistungen gelesen haben.
Fehler 3: Leistungen zu allgemein beschrieben
"Wir übernehmen alle Arbeiten rund ums Haus" klingt vollständig, hilft aber weder dem Kunden noch Google. Wer nach "Bad sanieren Neumarkt" sucht, findet eine Seite mit genau dieser Formulierung eher als eine allgemeine Beschreibung. Konkrete Leistungsseiten pro Gewerk oder Schwerpunkt bringen deutlich mehr Anfragen als eine einzelne Sammelseite.
Fehler 4: Referenzen ohne Kontext
Ein Foto von einem fertigen Dach ohne Beschreibung sagt dem Kunden wenig. Was wurde gemacht, wie groß war das Projekt, wie lange hat es gedauert? Zwei bis drei Sätze pro Referenzprojekt reichen, um aus einem austauschbaren Foto eine überzeugende Geschichte zu machen, die Vertrauen schafft.
Fehler 5: Der Kontaktweg ist zu kompliziert
Ich sehe immer wieder Formulare mit acht oder mehr Pflichtfeldern, bevor eine Anfrage überhaupt abgeschickt werden kann. Bei einem akuten Problem, etwa einem Rohrbruch, hat niemand Zeit oder Lust, so ein Formular auszufüllen. Name, Telefonnummer, kurze Nachricht reicht in den meisten Fällen völlig aus. Alles Weitere klären Sie ohnehin im persönlichen Gespräch.
Der gemeinsame Nenner
Keiner dieser fünf Fehler ist teuer zu beheben. Das eigentliche Problem ist, dass sie oft gar nicht auffallen, weil man die eigene Website selten mit den Augen eines fremden Kunden anschaut. Genau dafür biete ich einen kostenlosen Website-Check an: eine ehrliche Einschätzung, wo Ihre Seite aktuell Anfragen liegen lässt.